WORTE DER WAHREN ELTERN - Familienföderation Deutschland - Familienföderation für Weltfrieden und Vereinigung e.V. - Deutschland: FFWV Deutschland | FFWPU Germany

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

LEHRE

Worte der Wahren Eltern

Eine Auswahl an Zitaten und Kernaussagen

aus den Lehren von Vater und Mutter Moon

Über die Schöpfung

Polarität - Das Paarsystem als Grundlage der Existenz


Männlich und Weiblich ergänzen sich in der Schöpfung


Betrachten wir das Universum, so fällt auf, dass jedes Wesen als eine Vereinigung von sich ergänzenden Elementen existiert. Das gilt für alle Ebenen der Existenz. Im Reich der Mineralien stellen wir fest, dass Moleküle aus einer Vereinigung von positiven und negativen Ionen bestehen. Auf der Ebene der Pflanzen finden wir ein Zusammenspiel zwischen Staubgefäßen und Stempel bzw. männlichen und weiblichen Teilen, welches die Basis für Existenz und Vermehrung darstellt.

Noch offensichtlicher zeigt sich das Paarsystem im Tierreich. Fische, Vögel, Säuger und die meisten anderen Tiere existieren in männlicher und weiblicher Form. Und schließlich leben die überragenden Geschöpfe Gottes, die Menschen, als Männer und Frauen.

Was ist dann der Zweck dieses Paarsystems? Warum wurde es von Gott als Schöpfungsgrundlage eingerichtet? Der Schöpfer teilte alle Geschöpfe in männlich und weiblich, damit sie im Geben und Empfangen von Liebe zu einer Einheit werden können. Durch den Akt der Liebe vermehrt sich jede Spezies und führt so ihre Erblinie fort.

(SMM, 10.04.1990)


Gott schuf Seine Geschöpfe auf allen Ebenen mit einem Partner, damit sie Freude und Liebe erfahren können. Auf den niederen Ebenen drückt sich Gottes Liebe als harmonisches physikalisches Gesetz oder als natürlicher Instinkt aus. Auf der höchsten Ebene kommt Gottes Liebe durch die dynamische Liebesbeziehung zwischen einem Mann und einer Frau zum Ausdruck.

(HJH, 11.11.1992)



Gottes polare Wesenszüge

Es gibt auf dieser Welt zwei Arten von Menschen: Männer und Frauen. Sind Sie auf Ihren eigenen Wunsch als männliches oder weibliches Wesen zur Welt gekommen? Oder wurde bei Ihrer Geburt ein solcher Wunsch nicht berücksichtigt? Das uns angeborene Geschlecht ist absolut. Wir konnten es nicht frei wählen, haben es uns weder ausgedacht noch gewünscht. Wir wurden, so wie wir sind, geboren, ohne die Ursache, den Ablauf oder das Resultat unserer Geburt zu verstehen.

Wie bedeutsam ein Mensch auch sein mag, so ist er doch nicht Ursprung, sondern Resultat. Deshalb muss ein erstes, ursprüngliches Wesen existieren. Was ist das für ein Wesen? Ist es männlich? Oder weiblich? Sie können dieses erste, ursprüngliche Wesen „Gott“ oder anders nennen, aber dieses ursprüngliche Wesen muss existieren. Wenn wir unsere Suche nach dem Ursprung des Universums immer mehr vertiefen, treffen wir schließlich auf Gott. Wir erfahren dann, dass Gott selbst polare Wesenszüge von männlich und weiblich hat.

(SMM, 01.08.1996)



Die Polarität von Geist und Körper

Wenn wir den Menschen von einem anderen Gesichtspunkt aus betrachten, erkennen wir, dass Gott uns in der polaren Struktur von Geist und Körper schuf. Er schuf unseren physischen Körper als Miniatur der körperlichen, greifbaren Welt und unseren geistigen Körper als Repräsentanten und Herrn der immateriellen Welt.

Daher ist es jedem Menschen vorbestimmt, zuerst in der physischen Welt zu leben und dann, wenn eines Tages der physische Körper stirbt, ganz natürlich und automatisch in die immaterielle Geistige Welt hinüberzuwechseln. Die Geistige Welt ist unser ewiges, von Gott für die Menschheit geschaffenes Heimatland und damit das unausweichliche Ziel unseres Lebens auf Erden.

Auch wenn die Geistige Welt von unseren physischen Augen nicht wahrgenommen werden kann, gibt es sie tatsächlich. Sie ist nicht eine Welt, die durch unser Vorstellungsvermögen geschaffen wurde und nur in der Phantasie existiert. Wir können nicht nach eigenem Gutdünken wählen, ob wir in sie eintreten wollen oder nicht. Die von Gott geschaffene Geistige Welt ist ewig und unveränderlich, genauso wie Gott ewig und unveränderlich ist.

Hier in der physischen Welt leben wir in unserem physischen Körper und pflegen alle Arten von Beziehungen zur Welt um uns herum. Nach dem Tod des physischen Körpers sind wir dazu bestimmt, mit unserem geistigen Körper in der Geistigen Welt weiterzuleben und auch dort Beziehungen mit allen Phänomenen der Geistigen Welt einzugehen und zu pflegen.

In der Beziehung zwischen dem Geist und dem physischen Körper eines Menschen ist der Geist der wichtigere von beiden. Der physische Körper kann etwa hundert Jahre leben und beendet dann seine Funktionen, aber der Geist lebt ewig und transzendiert Zeit und Raum.

Bevor wir in die nächste Welt eingehen, sollten wir Harmonie und Einheit zwischen unserem physischen und unserem geistigen Körper geschaffen haben. Wir sollten unser Leben so leben, dass wir einen möglichst hohen Standard in beiden Welten, der geistigen und der physischen, erreicht haben.

(SMM, 10.04.2006)



Eine Welt wechselseitiger Beziehungen

Der allwissende Gott schuf in Seiner Weisheit alle Wesen so, dass sie als Subjekt- und Objekt-Partner füreinander leben, um auf diese Weise wahre Liebe, wahre Freude und wahren Frieden hervorzubringen.

Alle Wesen sind mit anderen verbunden und besitzen einen zweifachen Zweck. Der erste Zweck steht in Beziehung zum inneren Charakter eines Wesens und sucht das Gute für das Gemeinwohl. Der zweite Zweck steht in Beziehung zur äußeren Form und strebt nach der Erhaltung und dem Wohlbefinden der eigenen Entität.

Ein Beispiel für den inneren Zweck ist das Zusammenspiel von Proton und Elektron, das die Existenz eines Atoms ermöglicht. Als positiv und negativ geladene Ionen formen Atome Moleküle. Nährstoffe, die aus solchen Molekülen bestehen, ermöglichen es den Pflanzen zu wachsen. Während sich die Pflanzen vermehren, versorgen sie Tiere mit Nahrung. Auch gibt es zwischen Pflanzen und Tieren einen Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxyd. Bienen und Blumen leben in wechselseitiger Beziehung zueinander. Bei den Himmelskörpern sehen wir, dass Sonne und Planeten in einer Beziehung stehen, die es den Planeten ermöglicht, in einer präzisen Entfernung die Sonne zu umkreisen und sich dabei um die eigene Achse zu drehen.

Schon früh in meinem Leben erkannte ich, dass es im Universum eine fundamentale Wahrheit geben muss: Alle Wesen existieren zum Wohl anderer. Diese Wahrheit finden wir überall.

(SMM, 12.06.2002)


Über unser Leben in zwei Welten

Ewiges Leben und die wahre Liebe


Die Sehnsucht, ewig zu leben


Wir wurden geschaffen, um ewig zu leben und das Ideal der wahren Liebe zu verwirklichen. Während unseres Erdenlebens beschäftigen wir uns mit vielen Angelegenheiten. Sie sind die Bausteine, die wir für unser ewiges Leben benötigen. Daher ist alles, was wir im Diesseits tun, ein Training für das Leben in der Ewigkeit.

Wir haben alles, was wir für ein ewiges Leben benötigen. Wir sehnen uns auch danach, ewig zu leben. Was bleibt in unserer Suche nach dem ewigen Leben immer gleich? Nur wahre Liebe bleibt immer gleich. Alles andere im Universum ist der ständigen Veränderung unterworfen, aber wahre Liebe ändert sich nicht.

Aus diesem Grund ist die wahre Liebe der Mittelpunkt. Das Zentrum bleibt intakt, auch wenn alles rundherum vergehen sollte. Was ist das Zentrum des Universums? Es ist die Liebe, die von Gott kommt. Solange Gott selbst unveränderlich ist, ist auch die wahre Liebe unveränderlich.


Der Wunsch nach Freiheit


Unser Geist ist so angelegt, dass er nach dem Allerhöchsten strebt. Wir sollten tatsächlich glauben, dass uns nichts unmöglich ist.Es war Gottes ursprünglicher Wunsch, dass Seine Kinder von der Position des höchsten Wertes das Universum regieren. Wir sollten auf dem Weg der Entwicklung dahin von nichts abgelenkt oder irregeführt werden. Wir hätten niemals unter die Herrschaft einer anderen Kraft als die der wahren Liebe gelangen sollen.

Betrachten Sie einmal Ihr Gemüt, Ihr unsichtbares Wesen, und Sie werden die Bestätigung dafür erhalten. Unser Geist sehnt sich nach vollständiger Freiheit. Niemand möchte, dass sein Geist beherrscht wird. Sobald wir die wahre Liebe in uns etablieren, sind wir vollkommen frei. Wir können an jeden beliebigen Ort reisen. Wir können Gott auf Seinem Thron besuchen und Sein Freund werden.

Gott ist ewig und absolut. Da Er uns als Seine Liebespartner in der wahren Liebe schuf, ist es vollkommen natürlich, dass wir uns eines ewigen Lebens erfreuen dürfen. Daraus ergibt sich, dass wir wahre Liebe praktizieren müssen um ewig leben zu können. Nur als Gottes Liebespartner ist ewiges Leben im Überfluss möglich.


Wahre Liebe im Zentrum des Universums


Dem Ursprung, dem Motiv und dem Ablauf des Schöpfungsvorgangs liegt die wahre Liebe zugrunde. Bevor ein Resultat erscheinen kann, muss ein Prozess, ein Werdegang, stattfinden. Wahre Reifeentwicklung von Geist und Körper ist nur möglich, wenn wahre Liebe praktiziert wird. Nur durch wahre Liebe kann das Ideal erreicht werden, denn auch Gott selbst kann nur durch die wahre Liebe ewig leben.

Worauf, glauben Sie, stützt Gott selbst Seine ewige Existenz? Es ist überhaupt keine Frage, dass Gottes ewiges Leben in der wahren Liebe wurzelt. Aus diesem Grund ist die wahre Liebe auch der Mittelpunkt. Auch wir schaffen durch sie unser ewiges Leben. Um dieses Ziel zu erreichen, üben wir uns täglich darin, wahre Liebe zu praktizieren.

Auch wenn wir nicht genau wissen, wo Gott in der Geistigen Welt wohnt, sollten wir zumindest klar verstehen, dass Er das Zentrum der wahren Liebe ist. Die wahre Liebe ist die schnellste und direkteste Kraft im Universum. Sie bewegt sich in einer geraden Linie.

Warum, glauben Sie, rücke ich die wahre Liebe so ins Rampenlicht? Ich tue es, weil das meine ganz direkte, persönliche Erfahrung der Wahrheit ist. Wenn Sie Gott und die ewige Welt wirklich erleben, wird auch Ihnen Ihre Haltung dem irdischen Leben gegenüber nicht mehr gleichgültig sein.


Jenseits von Zeit und Raum


Gott hat keinen Zeitbegriff so wie wir. In der Ewigkeit sind Anfang und Ende das Gleiche. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind ebenfalls gleich. Was bringt in Gott alles in Harmonie und ermöglicht es Ihm, in Frieden zu leben? Es ist nicht Seine Allmacht, die Ihm das ewige Leben ermöglicht. Es ist auch nicht Seine Allwissenheit. Es ist nichts anderes als die Macht der wahren Liebe. Auch Gott reagiert bedingungslos auf wahre Liebe. Aus diesem Grund ist das Einzige, was Gott wirklich braucht, wahre Liebe.

Nach dem Tod gehen wir in die Geistige Welt ein. Aber die Geistige Welt ist nicht nur ein Aufenthaltsort für Verstorbene. Die Geistige Welt steht vor allem in enger Beziehung zur wahren Liebe. Wahre Liebe ist der Ausgangspunkt der gesamten Schöpfung Gottes. Wenn wir also die wahre Liebe in dieser physischen Welt etablieren, wird uns das Tor zur Geistigen Welt geöffnet. Das allein deutet an, welche Macht die wahre Liebe hat.

Durch die vollkommene Beziehung von vertikal und horizontal wird eine harmonische Bewegung nach oben und unten, rechts und links und vorne und hinten möglich. Wenn aber die Horizontale von der Vertikalen getrennt ist, ist Harmonie unmöglich. In diesem Fall kann es keine Vereinigung geben.

Nur die wahre Liebe kann die Horizontale und die Vertikale miteinander verbinden. Dadurch kommt es zur Vereinigung und Harmonie kann entstehen. Gott möchte die Menschheit führen. Gott atmet durch die wahre Liebe. Weil sich das Universum im Rhythmus Gottes bewegt, existiert es in Ewigkeit. In Gottes wahrer Liebe finden wir das ewige Leben.


Glaubensleben oder Orientierung am Zeitgeist?


Der Zweck unseres Glaubenslebens besteht darin, unsere Sehnsucht auf die Welt des ewigen Lebens und die Liebe Gottes auszurichten. Im Glaubensleben geht es darum, Gottes Freude als unsere Freude zu entdecken und in dieser Sphäre des Glücks zu leben. Wenn wir unser Leben auf diese Art und Weise gestalten, werden wir mit Gottes ewiger Liebe und dem ewigen Leben eins. Daher ist es für Gläubige das Wichtigste, stets für Gott und Seine wahre Liebe zu leben.

Wir sollen unser Leben nicht nur nach den Vorgaben des momentanen Zeitgeistes führen, sondern die Harmonie mit dem gesamten Universum suchen. Wenn wir eines Tages die Grenze des Erdenlebens überschreiten, setzen wir unser Leben in der ewigen, unbegrenzten Welt fort. Eine solche Welt existiert tatsächlich.

Die Existenz Gottes übersteigt die Grenzen von Zeit und Raum. Wenn wir die Tiefe dieser ewigen Wahrheit erkennen, wird sie zum Ausgangspunkt eines neuen Verständnisses. Dann können wir die Antworten auf unsere Fragen über Gott und das ewige Leben finden.

Wozu schuf Gott den Menschen und welche Position sollte der Mensch einnehmen? Gott schuf Mann und Frau als Seine Partner für die wahre Liebe. Wir sollten Gottes absoluten und einzigartigen Wert erhalten. Dies ist eine aufregende Offenbarung! So gesehen ist der Wert jedes einzelnen Menschenlebens ein ewiger Wert. Selbst das gesamte Universum kann den Wert eines einzelnen Menschen in den Augen Gottes niemals ersetzen.

Alle Menschen sollten in wahrer Liebe geboren werden, in wahrer Liebe leben und wachsen und sogar in wahrer Liebe sterben. Gott ist ewig, unveränderlich und einzigartig. Wir sind das ewige Gegenüber, das Gott für Seine Liebe braucht. Aus diesem Grund wurden wir für die Ewigkeit geschaffen. Unser ewiges Leben hat seine Wurzeln in unserer Beziehung zu Gott als Seine Partner der wahren Liebe.


Dynamik des ewigen Lebens


Gottes Liebe ist absolut. Da die Liebe zu Gott durch den Sündenfall der ersten Menschen Schaden erlitt, hat Gott die Geschichte hindurch unbeschreibliches Elend und fast hoffnungsloses Leid erlebt. Niemand hat dies jemals wirklich verstanden und war in der Lage, Gott zu trösten.

Es ist Gottes innigster Herzenswunsch, Seinen langersehnten Liebespartner neu zu erschaffen. Gott möchte Seine Kinder in Liebe umarmen. Kein Weg ist Ihm zu weit oder zu schwierig, um mit ihnen zusammen zu sein. Nur wenn Gott mit Seinen Söhnen und Töchtern zusammen ist, kann Er in vollen Zügen Freude erleben. In Wirklichkeit schuf Gott das gesamte Universum für niemand anderen als für Seine Kinder.

Den Kreislauf der Liebe können wir mit der Erdatmosphäre vergleichen. Wenn irgendwo niedriger Luftdruck entsteht, dann erscheint an einer anderen Stelle als Ausgleich dazu automatisch ein Hochdruckgebiet. Durch dieses Phänomen ist die Luftbewegung selbsterhaltend.

Gott hat uns gelehrt, dass wir das Gute, das wir anderen tun, wieder vergessen sollen. Dadurch kommt in unserem täglichen Leben ein spontaner und natürlicher Kreislauf von Geben und Empfangen zustande. Es ist ein ähnliches Naturereignis wie das Zusammenspiel von Hoch- und Tiefdruck in der Atmosphäre. Dieser ständige Zyklus von Geben und Empfangen leitet schließlich das ewige Leben ein.

Ewiges Leben beginnt also unter diesen Bedingungen. Anders gesagt: Solange jemand zum Wohl anderer lebt, wird er nicht vergehen. Wer gibt, wird ständig wachsen. Jemand, der nach dieser Anleitung lebt, wird schließlich eine zentrale Position im Herzen der Gesellschaft einnehmen.

Wenn Gott sich nach einem absoluten Liebespartner sehnt, wer könnte das sein? Gottes Liebespartner kann nur die Menschheit sein. Aus diesem Grund ist der Mensch das kostbarste unter allen Wesen, die Gott geschaffen hat.

Wenn wir akzeptieren können, dass wir der ewige, wahre Liebespartner unseres Schöpfers sind, können wir leicht verstehen, dass wir ewig leben müssen. Der Begriff der Ewigkeit ist eine natürliche Folge dieser Erkenntnis. Ewigkeit beginnt hier! Wir müssen immer im Auge behalten, dass die Beziehung der wahren Liebe der Grund für die Ewigkeit ist. Einfach ausgedrückt: Die ewige Liebe geht nicht vom Mann aus und auch nicht von der Frau – sie kommt aus Gottes wahrer Liebe.


Seelenheil allein durch Glauben?


Lenken Sie Ihr Augenmerk auf das Phänomen der Kontinuität. Die Funktionen unseres physischen Körpers werden aufrechterhalten durch sich ständig wiederholende Kreisläufe. Unsere Blutzirkulation, das Nervensystem und das Gehirn sollten beispielsweise kontinuierlich und reibungslos funktionieren.

Auch das Leben unseres Geistes braucht Kontinuität. Können Sie dann behaupten, dass Ihr ewiges Leben allein durch den Glauben gesichert ist? Kommt das Seelenheil allein aus dem Glauben? Absolut nicht. Wir sollten wahre Liebe bereits im Diesseits praktizieren und sie im Jenseits fortsetzen.

In Übereinstimmung mit den Prinzipien, durch die Gott diese Welt schuf, kann nur ein wahrer Mensch der Liebespartner Gottes werden. Nur in der wahren Liebe können Sie eine solche Person werden und ewiges Leben erhalten.

Wir müssen uns von der Unwissenheit und den Lasten, die durch den Sündenfall entstanden sind, befreien. Das ist der Schlüssel. Die zentrale Frage ist: Wie können wir uns vom Bösen in der Liebe, im Leben und in unserer Erblinie befreien? Nur wenn wir das wissen, wird Befreiung möglich. Nur vollständige Erlösung vom Bösen bringt wahre Freiheit. Diese wahre Freiheit ist dann selbsterhaltend.

Sowohl die geistige als auch die materielle Welt bewegen sich durch ihre Verbindung zur wahren Liebe. Das Universum hält sein natürliches Gleichgewicht durch die vertikale Achse der wahren Liebe aufrecht. Was ist der gemeinsame Nenner im Universum? Welche universelle Norm macht es möglich, dass Personen aus der Vergangenheit und der Gegenwart zusammenleben können? Was ist der Ursprung der menschlichen Sehnsüchte?

Die Antwort auf all diese Fragen ist immer die gleiche: wahre Liebe. Nicht die egoistische, sondern die wahre Liebe ist die Norm. Nur die praktische Ausübung der wahren Liebe kann Menschen aller Hautfarben, Nationen und Religionen zusammenführen.

(HJH, 1998 Ansprachentour)


Über die Bedeutung der Familie

Vier Herzensbereiche und Drei Generationen


Das Prinzip der wahren Familie

Lassen Sie uns unter dem Gesichtspunkt, dass die Familie das Fundament für unser geistiges Wachstum ist, das Prinzip der wahren Familie näher betrachten. Gottes Plan entsprechend sollte die erste menschliche Familie zu einem Modell für die Entwicklung wahrer Familien werden. Gottes unsichtbare Form sollte sich durch die Vier-Positionen-Grundstruktur in Adams Familie zu einer sichtbaren Form manifestieren.

Gott schuf die Menschheit als Seine Objekt-Partner. Alle Aspekte von Kindern, Geschwistern, Ehepartnern und Eltern existierten bereits unsichtbar in Seinem Herzen und Er wollte ihnen eine substantielle Form geben. Angefangen mit der Familie Adams wollte Gott mit allen Familien seiner Nachkommen unendliche Freude durch wahre Liebe erleben, die Er mit substantiellen Kindern, Brüdern und Schwestern, Ehemännern und Ehefrauen und Eltern teilen wollte.

Daher ist das Kernstück des Prinzips der wahren Familie die Vervollkommnung der Vier Großen Herzensbereiche und der Souveränität der Drei Generationen, die den fundamentalen Rahmen für menschliche Beziehungen darstellen und zur Formung wahrer Familien unbedingt notwendig sind. Die Vier Großen Herzensbereiche entfalten sich auf der Basis der natürlichen Bindungen, die zwischen Kindern und ihren Eltern, unter den Geschwistern und zwischen den Ehepartnern bestehen.

Jeder von uns wurde auf Erden als Kind in eine Familiensituation hineingeboren. Während wir heranwachsen, entwickeln wir Beziehungen zu unseren Geschwistern, dann heiraten wir und gehen eine eheliche Beziehung ein, haben Kinder und werden durch sie selbst zu Eltern. Wir alle sollten, soweit es uns möglich ist, diesen natürlichen Prozess durchlaufen, denn die Vervollkommnung der Vier Großen Herzensbereiche und der Souveränität der Drei Generationen vollzieht sich im Rahmen der Familie.


Der Herzensbereich von Kindern

Was bedeutet die Vervollkommnung des kindlichen Herzens? Hinsichtlich unserer Geburt und unserer Eltern haben wir keine Wahl. Wir können uns unsere Eltern nicht aussuchen. Wir können nicht wählen, ob wir Sohn eines Präsidenten oder Tochter der schönsten Frau der Welt sein möchten. Von unserem ersten Atemzug an ist es unser Schicksal, unter dem Schutz unserer Eltern heranzuwachsen. Wenn wir in einer liebevollen Familie aufwachsen, können sich unser Herz und unsere Liebe entwickeln. Wir achten unsere Eltern und lernen sie zu lieben.

Weder Eltern noch Lehrer lehren uns diese Dinge mit Worten. Das Herz eines Kindes entwickelt sich ganz natürlich, wenn es die aufopferungsvolle Liebe der Eltern erfährt und erlebt. Während ihres Wachstums vervollkommnen Kinder auf diese Weise das loyale Herz eines Sohnes oder einer Tochter. Sie entwickeln den Wunsch, ihren Eltern alles zu geben und ihrerseits für sie zu sorgen. Kinder können die Gedanken der Eltern lesen, bevor sie ausgesprochen werden, und sich so verhalten, wie die Eltern es gerne sehen. Kinder wissen, was die Eltern fühlen, wenn sie nur in ihre Augen sehen. Daher kennen sie die Pflichten eines wahren Kindes.
Wenn das Herz der Kinder den Standard der Reife erreicht hat, werden sie nicht nur ihren Eltern auf der horizontalen Ebene Freude geben, sondern auch Gott, der Wahre Eltern auf der vertikalen Ebene ist.


Der Herzensbereich von Bruder und Schwester

Auch die Vervollkommnung des Herzens eines Bruders oder einer Schwester kann nur in der Familie erreicht werden. Dieser Herzensbereich entwickelt sich, wenn Brüder und Schwestern in Harmonie zusammenleben, gemeinsam von ihren Eltern lernen und ihr Leben verstehen. Es ist der Herzensbereich, in dem Kinder lernen, selbst wie ihr Vater oder ihre Mutter zu sein.

Als horizontale Beziehung ist die Geschwisterbeziehung eine Beziehung zwischen vorne und hinten. Wenn der Ältere die Subjektposition einnimmt, befindet sich der Jüngere in der Objektposition. Dabei ist es der Jüngere, der als Objekt-Partner dem Älteren die Position und den Wert eines Subjekt-Partners gibt. Es entsteht eine wunderbare Harmonie, wenn der ältere Bruder von den jüngeren Geschwistern geehrt und geachtet wird wie ein Vater und wenn die ältere Schwester das Vertrauen einer Mutter genießt. Wahre geschwisterliche Liebe entsteht, wenn die älteren Geschwister sich um die jüngeren kümmern, genau wie ihre Eltern es tun, und wenn die jüngeren den älteren folgen, wie sie ihren Eltern folgen würden.

Wahre Liebe unter Brüdern und Schwestern drückt sich darin aus, dass der eine ausgleicht, was der andere nicht hat, und dessen gute Eigenschaften akzeptiert und fördert. Auf diese Weise wird der Herzensbereich von Geschwistern vollendet, die derselben Abstammungslinie entstammen und die für immer unzertrennlich sind.

Wenn Menschen, die den Herzensbereich von wahren Kindern und Geschwistern im Rahmen ihrer Familie vervollkommnet haben, in die Welt hinausgehen, werden sie für andere eine Inspiration sein. Sie werden von allen geliebt werden, denn sie respektieren und ehren ältere Menschen wie ihre eigenen Eltern und behandeln Gleichaltrige und Jüngere wie Brüder und Schwestern. Wo sie auch hingehen und was sie auch tun, sie werden überall als gute Menschen mit aufrechtem Herzen geachtet und willkommen geheißen. Sie werden mehr geben als andere, härter arbeiten als sie und an andere denken, bevor sie an sich selbst denken. Man wird ihnen verantwortungsvolle Aufgaben übertragen und ihnen vertrauen, egal wie jung sie noch sein mögen oder ob sie ein Mann oder eine Frau sind.


Der Herzensbereich von Ehemann und Ehefrau

Wie erreicht man nun als Nächstes die Vollkommenheit des Herzensbereiches von Ehemann und Ehefrau? Im Unterschied zur Eltern-Kind- und zur geschwisterlichen Beziehung ist die eheliche Beziehung nicht absolut in dem Sinne, dass von Anfang an ein verwandtschaftliches Verhältnis besteht. Tatsächlich beinhaltet das Zusammenkommen eines Mannes und einer Frau von unterschiedlicher familiärer Herkunft einen revolutionären Akt der Entscheidung und Entschlossenheit.

Sobald aber Mann und Frau in Geist und Körper durch die wahre Liebe eins geworden sind, wird aus dieser Beziehung eine absolute Beziehung, die sogar stärker ist als verwandtschaftliche Bande. In der Beziehung zwischen Ehemann und Ehefrau liegt grenzenloser Reichtum. Wenn ein Mann und eine Frau ausgerichtet auf  Gott eins geworden sind, befinden sie sich in einer absoluten Beziehung und können niemals wieder getrennt werden.

Adam und Eva wurden als Kinder Gottes geschaffen und wuchsen als älterer Bruder und jüngere Schwester gemeinsam auf bis zu ihrer Geschlechtsreife. Auch die Beziehung zwischen Ehemann und Ehefrau sollte auf der Ebene von Bruder und Schwester beginnen. Die vollendete eheliche Liebe zwischen Mann und Frau ist wie die Liebe Gottes absolut, einzigartig, ewig und unveränderlich. So wirkt Gottes Schöpfungsprinzip, oder anders gesagt das Naturgesetz.

Ehemann und Ehefrau, die in Geist und Körper eins geworden sind und den Herzensbereich von Ehepartnern vervollkommnet haben, sind eine Freude für Gott und die Hoffnung des Universums. Eine absolut solide eheliche Beziehung ist notwendig, um den Herzensbereich von wahren Eltern vervollkommnen zu können. Sie ist das Fundament, auf dem die absoluten Werte und Standards einer wahren Familie errichtet werden, die sich durch die Einheit von Gott und Mensch in Liebe auszeichnet.

Die Position von Ehemann und Ehefrau ist daher auch das Zentrum der Familie, durch das alle anderen Positionen – Gott, Kinder, Brüder, Schwestern, Eltern – miteinander verbunden sind. Ehemann und Ehefrau sind damit der Subjekt-Partner innerhalb der Vier Großen Herzensbereiche und gleichzeitig Objekt-Partner Gottes. Sie stehen einander auch jeweils in den Positionen von Sohn, Bruder, Ehemann und Vater oder von Tochter, Schwester, Ehefrau und Mutter gegenüber.


Der Herzensbereich von Eltern

Wie sieht dann der vervollkommnete Herzensbereich von Eltern aus und wie wird er entwickelt? Auch die wunderbarsten Eheleute können nicht Eltern werden, wenn sie keine Kinder haben. Ehemann und Ehefrau werden erst durch die Geburt ihres ersten Babys in die Elternposition gehoben. Ich habe bereits erwähnt, dass Gott die Menschheit als Objekt-Partner zu Seiner Freude geschaffen hat. Kindern das Leben zu schenken und sie großzuziehen ist vergleichbar mit Gottes Schöpfungsakt, denn Ehemann und Ehefrau spüren durch diese Kinder die gleiche ewige Freude wie Gott.

Eltern stehen ihren Kindern gegenüber in der Position des unsichtbaren Gottes und haben die Aufgabe, sie als Kinder des Himmels zu erziehen. Wenn sie das tun, werden sie den Herzensbereich von wahren Eltern erleben und ererben, den auch der unsichtbare Gott erlebte, als Er Adam und Eva schuf und heranzog. Im Umgang mit ihren eigenen Söhnen und Töchtern können Eltern somit das elterliche Herz Gottes nachempfinden. Es wird ihnen die Ehre zuteil, Mitschöpfer an Gottes Schöpfungswerk zu werden.


Die Souveränität der Drei Generationen

Meine Damen und Herren, was meine ich nun mit dem Ausdruck „Drei Königliche Generationen“ oder „Souveränität der Drei Generationen“?

Die Drei Königlichen Generationen entstehen durch den Prozess der Entwicklung der Vier Großen Herzensbereiche ausgerichtet auf die Einheit und die wahre Liebe von Ehemann und Ehefrau. Wenn wir Gott als die erste Generation betrachten, sind Adam und Eva die zweite und ihre Kinder die dritte Generation. In unserer eigenen Familie repräsentieren die Großeltern Gott als die erste Generation, die Eltern sind die zweite und die Kinder die dritte Generation.

Die Großeltern stehen somit in der Position eines Königs und einer Königin, die die Vergangenheit repräsentieren, die Eltern sind das Königspaar der Generation der Gegenwart und die Kinder sind Könige und Königinnen der zukünftigen Welt. Die Familie bildet also die Basis für drei königliche Generationen.

Auf diese Weise entwickelt sich der Schöpfungsprozess nach dem Muster von Ursprung-Teilung-Einheit innerhalb einer Drei-Generationen-Familie. Die Großeltern befinden sich in der Position des Ursprungs, die Eltern in der Position der Teilung und die Kinder in der Position der Einheit. Indem wir unsere Großeltern lieben, können wir über die Vergangenheit lernen und sie ererben. Indem Kinder ihre Eltern lieben und ihnen dienen, lernen die Kinder etwas über die Gegenwart und werden mit ihr vertraut. Und indem Großeltern und Eltern die Kinder lieben, spüren und erleben sie die Hoffnung für die Zukunft.


Die Drei-Generationen-Familie als himmlischer Palast

Hätten Adam und Eva Vollkommenheit erreicht, wäre Adam der vollkommene Vater und der König des Himmelreiches geworden und Eva die vollkommene Mutter und Königin. Sie wären König und Königin der Familie geworden, auf deren Grundlage eine Rasse, eine Nation und eine Weltfamilie hätte entstehen können. Gott wäre zum König des Himmelreiches in der Geistigen Welt geworden und Adam wäre zum König des Himmelreiches auf Erden geworden, als Repräsentant Gottes.

In unserer eigenen Familie sind unsere Großeltern also die bevollmächtigten Gesandten Gottes. Aus diesem Grund müssen wir unsere Großeltern achten, sie ehren und ihnen dienen, so wie wir Gott dienen würden. Eltern, die dem Himmel dienen, sind König und Königin einer Familie, die alle sechs Milliarden Menschen auf Erden umarmt. Die Kinder, die in Zukunft die Verantwortung tragen werden, müssen die Traditionen des Himmels achten und ehren und ihren Eltern gegenüber Loyalität zeigen, damit sie von ihnen die Königschaft des Guten ererben können.

So wird das Prinzip der wahren Familie auf der horizontalen Ebene verwirklicht durch die Etablierung der Drei Königlichen Generationen in einer vollkommenen Familie. Diese Familie wird damit zum Modell für den Himmel auf Erden und in der Geistigen Welt, wie es ursprünglich in Gottes Schöpfungszweck vorgesehen war.

Die Familie ist der Palast des Himmels. Alle Mitglieder sind Teil der königlichen Familie des Himmels. Wenn jedoch keine Einheit der Liebe unter Großeltern, Eltern und Kindern hergestellt werden kann, können auch die Drei Königlichen Generationen und die Vier Großen Herzensbereiche nicht verwirklicht werden.

(SMM, 02.12.2004)


Probleme und Lösungen

Die Ursache von Konflikt und Leid


Abkehr von Gott

Gott und Menschheit sollten von wahrer Liebe erfüllt und vollkommen miteinander leben. Um diese Einheit mit Gott zu erreichen, musste der Mensch in eigener Verantwortung eine Periode des Wachstums durchlaufen. Für diese Periode bis zur Vollkommenheit gab Gott den ersten Vorfahren das Gebot, nicht von der „Frucht“ zu essen. Er gab Seinen Kindern das Gebot als Bedingung, um das Allerkostbarste erben zu können: wahre Liebe.

Ursprünglich sollte uns wahre Liebe durch Lebenserfahrung und innere Erkenntnis zuteil werden. Wahre Liebe kann man nicht durch Worte, einen geschriebenen Text oder eine schulische Ausbildung erlernen. Sie wird nur im Leben vollständig erfahren. Auch Adam und Eva kamen als Neugeborene zur Welt und sollten nach und nach das Herz wahrer Kinder, wahrer Geschwister, wahrer Ehepartner und wahrer Eltern erleben. Erst nachdem man die Liebe Gottes in der ganzen Fülle erfahren hat, kann man den Zweck der Schöpfung vollenden und zum idealen menschlichen Wesen werden.

Aber die ersten menschlichen Vorfahren Adam und Eva wandten sich von Gott ab. Als sie aus dem Garten Eden verstoßen wurden, hatten sie noch keine Kinder und Gott konnte ihnen nicht nachgehen, um ihre Ehe zu segnen. So stammt die ganze Menschheit von gefallenen Vorfahren ab und hat sich ohne einen direkten Bezug zur Liebe Gottes vermehrt.

Kann der Fall des Menschen durch das Essen einer Frucht geschehen sein? Nein. Der Fall von Adam und Eva bestand in der Sünde der Unzucht, die gegen das Ideal der wahren Liebe Gottes verstieß. Dass für Adam und Eva das Gebot nötig war, zeigt, dass sie noch nicht vollkommen waren, als sie fielen, sondern sich noch in der Periode ihres Wachstums befanden. Der Erzengel, in der Bibel symbolisiert durch eine Schlange, verführte Eva dazu, die „Frucht von Gut und Böse“ zu essen. Dies war der geistige Fall. In der Folge verführte sie Adam, der ebenfalls nicht reif genug war, um von der „Frucht" essen zu dürfen, und so fielen sie auch physisch.

Im Garten Eden, wo Adam und Eva in Gemeinschaft mit Gott standen und glücklich lebten, konnte nur eine Sünde fatale Folgen haben: unerlaubte Liebe. Der erste Liebesakt unserer menschlichen Vorfahren hätte die Vollendung der Liebe Gottes selbst sein sollen. Damit hätte ein Fest begonnen – so lang wie die ganze Geschichte, ein niemals endender Rausch der Freude und des Segens für Gott, Adam und Eva und das Universum. Es hätte ein freudiges Ereignis sein sollen, bei dem Gottes Liebe, Leben und Erblinie in der Menschheit verankert worden wären.

Aber das Gegenteil geschah: Adam und Eva verhüllten ihre Geschlechtsteile und versteckten sich voll Angst hinter den Bäumen. Im Ungehorsam gegen das himmlische Gesetz waren sie eine unsittliche Beziehung eingegangen und hatten damit die Grundlage für falsche Liebe, falsches Leben und eine falsche Abstammung gelegt.

Als Nachkommen von Adam und Eva sind alle Menschen mit der ursprünglichen Sünde geboren. Der Fall brachte den Konflikt zwischen Geist und Körper in jeder Person hervor; er bewirkte, dass unsere Gesellschaft voll unreiner Liebe ist und die Menschen Dinge tun, die dem Verlangen ihres ursprünglichen Gemütes widersprechen.

(HJH, 01.08.1996)



Selbstsucht als Frucht des Falls

Gott wollte, dass die Menschen in wahrer Liebe und mit wahren Idealen leben. Wir aber waren unfähig, diese wahren Ideale zu erfassen, und wussten nicht einmal, was wahre Liebe ist. Gottes Wunsch war es, dass wir in einer Umgebung des Glücks leben, aber wir haben den Garten der Freude verloren. Gott wollte, dass wir Lieder der Freiheit und des Friedens singen. Wir sollten die Freude wahrer Einheit im Herzen mit unserem Schöpfer besitzen und Ihm in Glück und Freude erwidern.

Warum drängte es die Menschen auf den Pfad des Falls, einen Weg, der gepflastert war mit Weinen und Wehklagen? Kurz gesagt nahm der Fall seinen Anfang, als die ersten Menschen einer selbstzentrierten Sichtweise den Vorzug gaben. Heute können wir die Früchte des Falls deutlich am selbstsüchtigen Verhalten und Handeln um uns herum beobachten.

Ich spreche von dem sträflichen Verhalten, dass Menschen, ohne zuerst die Lage anderer zu berücksichtigen, nach ihrem eigenen Vorteil und ihren eigenen Annehmlichkeiten streben. Ich spreche von dem schamlosen Verhalten, dass Menschen ohne Rücksicht darauf, ob andere leben oder sterben, sich selbst zu retten suchen. Das sind Beispiele der Verhaltensart, die zum Fall führte.

Dies entspricht sicher nicht dem Verhalten, das Gott zur Zeit der Schöpfung geplant hatte. Gott wollte nicht diese Art von Welt errichten und wir möchten nicht in eine solche Welt geboren werden.


Der Weg der Wiederherstellung

Gott fasste jedoch einen klaren Entschluss, dieser von Kummer und Leid geprägten Geschichte ein Ende zu setzten und eine Welt des Friedens, der Freude, des Glücks, der Freiheit und des Guten herbeizuführen, welche Seiner ursprünglichen Absicht entspricht. Er arbeitet unermüdlich daran, diese gefallene Welt wieder richtigzustellen. Es ist ein Weg der Wiederherstellung, der auch als Vorsehung der Erlösung bezeichnet wird.

Als Nachkommen von Adam und Eva befinden sich alle Menschen in einem gefallen Zustand und doch besitzt jeder ein ursprüngliches Gemüt, das nach der ursprünglichen Welt strebt. Durch das Wirken dieses ursprünglichen Gemüts hat die Menschheit die Geschichte hindurch immer nach der Welt gestrebt, die Gott ursprünglich erschaffen wollte. Dieser nie verstummende Wunsch blieb uns bis auf den heutigen Tag als Ideal erhalten, welches nicht verleugnet werden kann.

Gott führte Seine Vorsehung Epoche für Epoche die Geschichte hindurch aus, damit die gefallenen Menschen immer höhere Ideale anstreben und neue Herzensebenen erreichen konnten.

Wenn wir nicht gefallen wären, würden unser Geist und unser Körper sich auf die Liebe Gottes ausrichten und nicht im Widerspruch zueinander stehen. Auf Grund des Falls jedoch nehmen Geist und Körper gegensätzliche Standpunkte und Positionen ein.

Selbst wenn wir an die Schwelle zur idealen Welt gelangen würden, wäre ein Leben in der Welt unserer eigenen Träume ohne Bedeutung, wenn wir nicht durch die Praxis den nötigen Standard des Herzens erreicht hätten, welcher die Voraussetzung ist, um diese Welt zu betreten.


Bedingungen der Wiedergutmachung

Der Herr der Schöpfung, das absolute Wesen, schuf alle Geschöpfe. Die gesamte Schöpfung sollte mit dem Herrn eins werden. Wenn wir Menschen als die höchsten Geschöpfe in der Position des Herrn der Schöpfung stehen sollen, müssen wir fähig sein Gottes Herz zu verkörpern. Das Herz ist nicht nur eine Art „Urkunde“, welche die Eltern-Kind-Beziehung zwischen Gott und Mensch bescheinigt, es ist auch das Bindeglied zwischen der Menschheit und dem Rest der Schöpfung.

Um eine Welt des Friedens wiederherzustellen, eine Welt gemäß dem ursprünglichen Schöpfungsideal, müssen Bedingungen der Wiedergutmachung gelegt werden. Wir müssen einen Prozess der Wiederherstellung durch Wiedergutmachung durchlaufen.

Einheit ist die Vorbedingung für Frieden und Freiheit. Wir sehen dies am Beispiel eines Ehemannes und einer Ehefrau. Wenn die beiden nicht eins geworden sind, können sie sich dann als Mann und Frau im wahrsten Sinne des Wortes der Freiheit erfreuen? Wenn Mann und Frau nicht eins sind, gibt es dann Hoffnung auf Harmonie in dieser Familie. Frieden bleibt in dieser Familie ein unerreichbarer Traum.

Wenn wir uns nicht dafür einsetzen, überall auf der Welt Menschen hervorzubringen, die aus tiefstem Herzen sagen können: „Ich möchte Liebe geben statt Liebe erhalten“, wird eine vereinigte Welt und eine Welt des Friedens nicht kommen.


Konflikthafte Beziehung als Leidensursache

Bitte werfen Sie einen Blick auf diese Welt. Sie sehen unzählige Probleme. Sie reichen von den Auseinandersetzungen innerhalb von Familien bis hin zu Kriegen zwischen Völkern und Nationen. Wir können sie unmöglich alle aufzählen und sie haben viele verschiedene Ursachen. Aber wenn wir nach den tiefsten zugrundeliegenden Ursachen forschen, gelangen wir stets zu den Problemen zwischen Geist und Körper in der Einzelperson und den Problemen zwischen Mann und Frau.

Die Geschichte des menschlichen Leidens begann mit einer konflikthaften Beziehung zwischen Mann und Frau. Die Disharmonie innerhalb der Familie weitete sich aus und führte schließlich zu den verschiedensten Problemen in der Gesellschaft und der Welt.

Wären wir nur in der Lage, in jeder Familie, jedem Volk, jedem Land und auf der ganzen Welt die Probleme zu lösen, an denen Mann und Frau beteiligt sind, dann wäre ein Lösungsmuster geschaffen, um die ganze Welt im Sinne des ursprünglichen Schöpfungsideals in Frieden zu vereinigen.

Gott wollte von Anfang an, dass mit den ersten Vorfahren Adam und Eva auf dieser Erde eine Welt des Friedens entsteht. Wären diese nicht gefallen, sondern dem Willen Gottes entsprechend herangewachsen und zur persönlichen Vollkommenheit gelangt, dann hätten sie Gottes Segen empfangen, eine Familie errichtet und den Himmel auf Erden verwirklicht, frei vom Bösen und von allem Leid.

Das wäre die ewige Welt des Friedens gewesen. Von Generation zu Generation hätte sich die Menschheit eines glücklichen Lebens erfreut, in ständiger Kommunikation sowohl mit ihrem Schöpfer als auch mit ihren Vorfahren im Himmel. Es wäre eine Welt geworden, in der das Gute überall regiert hätte und wo die Menschen unfähig gewesen wären zu sündigen.


Die Mission der Religionen

In Gott, dem absoluten Wesen, gibt es keinen zerstörerischen Konflikt. Sein göttlicher Charakter ist in Seiner Schöpfung reflektiert und drückt sich in der polaren Wesensart von Geist und Körper und Maskulinität und Femininität aus. Gott ist mit sich selbst absolut und vollkommen eins. Da der Mensch nach dem Ebenbild Gottes, des großen Königs aller Schöpfung, geschaffen wurde, sollte auch er die Fähigkeit haben, mit sich selbst eins zu sein.

Als Ergebnis des Sündenfalls verloren die Menschen den Standard für Harmonie und Vereinigung zwischen Geist und Körper und lebten im Morast von Kampf und Widerspruch. In der Geschichte drückt sich Gottes Liebe zur gefallenen Menschheit im Erscheinen zahlreicher Religionen aus.

In einer Welt, in der die Kräfte des Bösen wüten, ist es nahezu unmöglich ein Leben zu führen, in dem der Geist vollkommene Kontrolle über den Körper ausübt. Daher erlaubte Gott, dass je nach Zeit, Kultur und regionalen Umständen Religionen in jeweils geeigneter Form erschienen.

Ein gutes Bild von der Geist-Körper-Einheit vermittelt uns das Christuswort: „Das Himmelreich ist in euch.“ Dieses Konzept vom Himmelreich bezieht sich nicht auf weltlichen Reichtum oder Macht. Auch die buddhistische Lehre: „Im gesamten Himmel und auf der ganzen Erde bin ich allein der Ehrwürdigste“, kann in diesem Kontext verstanden werden.

Das Glaubensleben mag sich von Religion zu Religion unterscheiden, aber die Mission aller Religionen ist es, die Hoffnung und das Bestreben der Menschen zu stärken und sie zur Selbstprüfung und einem Leben zu veranlassen, in dem der Geist den Körper beherrscht.

(HJH, 16.09.2002)



Die Bedeutung der Erblinie

Wir finden uns in unserer Welt unausweichlich in zahllosen Verbindungen und Beziehungen wieder, die unser Leben beeinflussen. Die meisten dieser Verbindungen sind Ergebnisse unserer Entscheidungen, die wir auf Grund unserer Umstände und Lebensbedingungen getroffen haben. Diese Verbindungen sind menschliche Beziehungen, die jederzeit durch menschliche Anstrengung geändert oder wieder gelöst werden können.

Andererseits gibt es auch himmlische Beziehungen, die uns seit unserer Geburt von Gott gegeben wurden und die sich außerhalb unserer Wahlmöglichkeit befinden. Diese Beziehungen gründen sich auf verwandtschaftliche Bande. Auch wenn Sie beispielsweise Ihre Eltern oder Ihre Geschwister nicht mögen, können Sie sie nicht nach eigenem Gutdünken austauschen oder wie in der Politik abwählen. Sie können das nicht tun, weil Sie über die Erblinie mit ihnen verbunden sind. Wenn Sie einmal in eine Familie mit dem Familiennamen „Kim“ hineingeboren wurden, werden Sie für immer Teil der Erblinie der „Kims“ sein.

Was ist der Grund dafür, dass die Menschheit den Fesseln der Sünde noch immer nicht entfliehen konnte? Sie konnte es nicht, weil jeder Mensch bei seiner Geburt bereits die falsche Erblinie Satans ererbt hat. Das ist jedoch keine immanente, auf dem Schöpfungsprinzip basierende Beziehung, die vom Himmel stammt oder mit dem Willen und Zweck Gottes in Einklang steht. Es ist vielmehr eine erworbene Beziehung, die aus einer Übertretung des Prinzips der Liebe resultierte. Sie kam durch einen menschlichen Fehler zustande.

Auch wenn die Menschen durch den Fall wie Waisenkinder wurden, die ihre Eltern verloren haben, bleibt dennoch die vom Himmel gegebene fundamentale Eltern-Kind-Beziehung intakt. Die Menschen wurden durch den Fall zu unwissenden Wesen, die in einer Art vegetativem Zustand leben, in dem sie unfähig sind, ihre Eltern, Gott, wahrzunehmen, obwohl dieser sich direkt neben ihnen befindet.

Daher gehören alle Menschen, wer sie auch sein mögen, der gefallenen Erblinie an und müssen durch einen Wechsel ihrer Erblinie neu geboren werden. Das ist der einzige Weg, wie die ursprünglich von Gott beabsichtigte Beziehung wiederhergestellt werden kann.

(SMM, 14.07.2006)



Der Verlust unserer geistigen Sinne

Ursprünglich wurden die Menschen als Kinder Gottes geschaffen. Sie sollten heranreifen, mit Gottes Segen Familien gründen und über endlos viele Generationen in einer Erblinie des Guten, die mit Sünde nichts zu tun hat, Nachkommen zeugen. Die ersten menschlichen Vorfahren, Adam und Eva, hätten Gott als vertikalen Eltern dienen und nachfolgen und mit Ihm als vertikaler Achse zu horizontalen Eltern werden sollen.

Wäre das geschehen, hätte es das Wort „Messias“ oder „Erlöser“ niemals gegeben. Jede Familie wäre eine wahre Familie gewesen, die Gottes Schöpfungsideal entsprochen hätte, und die Welt wäre das Reich Gottes auf Erden gewesen. Nach dem Leben in der irdischen Welt wären die Menschen automatisch in das himmlische Königreich in der Geistigen Welt aufgenommen worden, in dem sie in alle Ewigkeit in Freiheit, Frieden und Glück gelebt hätten.

Adam und Eva hätten im Zustand der Vollkommenheit mit ihren fünf geistigen Sinnen direkt mit Gott kommuniziert und gleichzeitig mit ihren fünf physischen Sinnen in und mit der materiellen Welt gearbeitet. Sie hätten als wahre Meister, wahre Eltern und wahre Könige in beiden Welten gelebt, in der geistigen und in der materiellen Welt.

Der Sündenfall der ersten menschlichen Vorfahren hatte jedoch zur Folge, dass die gesamte Menschheit  in eine hoffnungslose Hölle abstieg, aus der sie sich aus eigener Kraft nicht befreien konnte. Ihre fünf geistigen Sinne wurden vollkommen gelähmt. Sie befanden sich in einer Situation wie der eines Blinden, dessen Augen zwar zu funktionieren scheinen, der aber trotzdem nicht sehen kann. Gezwungen, nur mit den fünf physischen Sinnen zu leben, waren sie nur halbe Menschen. Sie konnten Gott nicht sehen. Sie konnten Seine Stimme nicht hören und auch nicht spüren, wenn Er sie berührte. Wie sollten sie da Seine elterliche Liebe wahrnehmen oder Sein kummervolles Herz begreifen?

(SMM, 27.01.2004)



Gott verlor seine Familie

Warum schuf Gott den Menschen? Gott ist die Quelle der wahren Liebe. Aber die Freude der Liebe kann im Herzen nur auf Grund einer Beziehung entstehen. Ein einzelnes Wesen allein kann Liebe niemals erleben. Sogar Gott konnte keinerlei Anregung verspüren, solange Er für sich allein existierte. Allein kann Er nicht lieben oder Liebe erfahren. Damit Seine Liebe erblühen kann, benötigt Er ein Objekt der Liebe. Aus diesem Grund schuf Gott die Menschen als Seine Kinder, als Partner Seiner wahren Liebe.

Gott ist der Vater der Menschheit und wir sind Gottes Söhne und Töchter. Während Er uns schuf, investierte Er alles, was Er hatte. Eltern erziehen ihre Kinder in der Hoffnung, den Punkt zu erreichen, an dem ihre Liebe und ihre Ideale eins werden. Auf diese Weise schuf uns der allwissende und allmächtige Gott, damit wir wachsen und Ihm gleich werden und den gleichen Rang erhalten wie Er.

Was wird dann zur Vollendung von Gottes Schöpfungsideal benötigt? Neben dem, was Gott tun kann, gibt es auch noch das menschliche Element. Da Gottes Ideal auf der Einheit von Gott und Mensch basiert, kann es nicht vollendet werden, solange der Mensch nicht die eigene Vollkommenheit erreicht hat.

Wie sehr muss Gott gewünscht haben, dass die ersten menschlichen Vorfahren, Adam und Eva, Wesen von unendlichem Wert werden, die Sein Bild reflektieren! Da aber Adam und Eva fielen, verlor Gott Seinen Sohn und Seine Tochter und konnte tragischerweise Seine Familie nicht errichten. Bande der wahren Liebe und eine göttliche Erblinie wurden niemals verwirklicht.


Gott sucht eine ewige Beziehung zu jedem von uns

Nichts an Gott ist vage oder doppeldeutig. Seine Wesenszüge sind unveränderlich. Er wünscht sich, mit den Menschen eine Beziehung höchster wahrer Liebe einzugehen. Er möchte mit jedem Einzelnen von uns eine ewige Beziehung allerhöchster Liebe und Freude haben. Aber Gott verlor mit dem Fall von Adam und Eva den Anfangspunkt für all diese Ideale. Der Fall unserer ersten Vorfahren verursachte einen derart großen Schaden.

Gott ist ursprüngliche Wahre Eltern, aber Er wurde Seiner rechtmäßigen Elternposition beraubt. Wie herzzerreißend ist doch Seine Lage! Gott blickt auf Seine gefallenen Kinder herab, die die Erblinie Satans ererbt haben, des Erzengels, der Sein Feind wurde. Die verlorenen Kinder wollen sogar Seine Existenz abstreiten. Wie stark muss Sein Herz leiden, wenn Er das Elend der Menschheit mit ansehen muss!


Gottes Herz ist gebrochen

Gottes Herz ist gebrochen, wenn Er mit ansehen muss, wie die Menschen kämpfen, wie sie ein wertloses Leben führen, weil sie ihren ursprünglichen Wert, mit dem Er sie erschuf, verloren haben. Gott ruft in tiefem Kummer und Gram: „Ihr solltet die Kinder meiner direkten Erblinie sein, ihr solltet meine Liebe besitzen, mein Leben und meine Erblinie. Ihr solltet euch der ganzen Herrlichkeit des Himmels erfreuen. Mein Herz schmerzt, wenn ich euch sehe, wie in euren Gesichtern die Züge eines Verlierers geschrieben stehen, wie ihr euch in Kummer, Schmerz, Wehklagen und Verzweiflung bis zum Ende eures bedeutungslosen Lebens abkämpft.“

Können Sie sich vorstellen, dass der allwissende und allmächtige Gott auf Seinem glorreichen Thron sitzen bleibt und zu Seinen Kindern sagt: „Kommt herauf zu mir, denn ich werde mich nicht von diesem Thron herunterbewegen“? Oder ist es nicht vielmehr so, dass Er Seinen Thron verlassen und zu uns herunterkommen wird, um dort zu sein, wo wir sind?

(SMM, 13.12.2004b)



Gott ist keine vage und obskure Existenz

Die Geschichte hindurch haben die Menschen sehr viel über Gott, das absolute Wesen, gesprochen. Sie haben Ihn auf unterschiedlichste Weise gepriesen und verehrt, aber auch aus ihrer eigenen Sicht eingeschätzt und beurteilt. Manche haben Gott sogar für tot erklärt oder behauptet, Er existiere gar nicht. Gott ist niemals selbst in Erscheinung getreten und hat erklärt: So und so ist mein Leben. Viele Menschen prophezeiten, dass es im Zuge des technischen und wissenschaftlichen Fortschritts immer weniger Menschen geben werde, die an Gott glauben. Aber die Zahl der Gläubigen ist auch in unserer modernen Gesellschaft nicht kleiner geworden. Gott ist der lebende Ursprung aller Geschöpfe und Er ist Wahre Eltern der Menschheit.

Der Gott, den ich geoffenbart und gelehrt habe, ist keine vage, obskure Existenz. Seit ich Gott selbst erlebt habe, als ich mir im Alter von 16 Jahren über die Bedeutung des Lebens und des Universums Gedanken machte, lebte ich mein ganzes Leben in ständiger Kommunikation mit Ihm. Die treibende Kraft, die mich durch alle Verfolgung und alles Leid, oft an der Grenze von Leben und Tod, begleitet hat, bestand aus dem Versprechen des lebendigen Gottes und meinem absoluten Glauben. Ich suchte auch die verborgensten Winkel der Geistigen Welt auf, traf die Gründer der großen Weltreligionen sowie zahlreiche Heilige und Propheten und erhielt von ihnen die offizielle Bestätigung und Anerkennung meiner Mission.  

Gott ist das wahrhaftigste, aber auch das demütigste Wesen im Universum und Er ist Wahre Eltern der Menschheit. Er ist der Ursprung unseres Lebens und Er ist das Wesen, mit dem alle Menschen eine Beziehung haben müssen. Sie sollten klar verstehen, dass die Geistige Welt, die Welt, in die wir alle eines Tages gehen werden, tatsächlich existiert. Sie sollten die Existenz der Geistigen Welt nicht bezweifeln und Sie sollten keinen vagen, sondern einen klaren Glauben an Gott haben.


Das Ziel ist nicht eine Welt der Religionen

Der letztendliche Zweck aller Religionen ist es, die ursprünglichen Eltern und die ursprüngliche Nation wiederzufinden. Das Wort „Religion“ bezieht sich nicht in erster Linie auf humanistische Inhalte. Religion ist vielmehr eine Lehre, in der Gott, der Vater und Eltern aller Menschen ist, als Oberhaupt anerkannt und etabliert wird. Die Religion zeigt uns einen bestimmten Weg, auf dem wir eine Beziehung mit Gott haben können. Wir können geistig wachsen, indem wir Gottes Wort befolgen.

Eine wahre Religion muss die Menschen lehren, wie sie Gott klar verstehen, wie sie mit Ihm eins werden und wie sie zur ursprünglichen Welt der Schöpfung zurückkehren können. Es ist der Zweck der Religion, eine sündenlose Welt hervorzubringen. Das ist eine ideale Welt, in der wir mit Gott in der ursprünglichen Beziehung leben können.

Gottes Wunsch ist nicht die Errichtung einer religiösen Welt. Gott wünscht sich vielmehr die Verwirklichung Seines Schöpfungsideals. Der Zweck der Religionen ist es nicht, eine Welt der Religionen zu schaffen, sondern Gottes Ideal zu realisieren. Wir müssen daher den Schöpfungszweck Gottes näher untersuchen. Weil Gott es ist, der die Welt erschaffen hat, müssen wir auch Sein Schöpfungsideal kennen.

Was, glauben Sie, ist der Wille Gottes? Gottes Wille ist es, Sein Schöpfungsideal zu vollenden. Was, glauben Sie, bezweckte Gott mit der Erschaffung unserer menschlichen Vorfahren, Adam und Eva, im Garten Eden? Gott, der die Essenz der Liebe ist, schuf die Menschen, weil Er einen Partner für die Liebe benötigte. Die Menschen wurden als wahre Söhne und Töchter Gottes geschaffen, damit durch sie und mit ihnen Gottes Ideal der wahren Liebe verwirklicht werden konnte.

Sie sollten als wahrer Mann und wahre Frau heranwachsen, wahrer Ehemann und wahre Ehefrau werden, eine dem Ideal entsprechende wahre Familie schaffen und dann ein dem Ideal entsprechendes Land und eine dem Ideal entsprechende Welt und Menschheit hervorbringen. Um es noch einmal deutlich zu sagen: Ausgerichtet auf die wahre Liebe Gottes sollten die Menschen das Ideal der Familie vervollkommnen und dieses ausweiten, um schließlich eine ideale Welt zu schaffen. Auf Grund des Falls jedoch wurde zur Zeit der ersten menschlichen Vorfahren Gottes Schöpfungsideal zerstört.

Daher ist es der zentralste Zweck einer Religion, eine wahre Person, eine wahre Familie, eine wahre Nation und eine wahre Welt zu finden, in der alle Menschen in Frieden zusammenleben können. Das ist der Zweck von Gottes Vorsehung für diese Welt.


Religionen sind Reparaturwerkstätten

Gott schuf Mann und Frau nicht, um sie später in einer Reparaturwerkstätte unter Zuhilfenahme von Religion zu Seinen Söhnen und Töchtern umzuformen. Wo gibt es Eltern, deren Wunsch es ist, ihre Kinder an einem zermürbenden Konflikt leiden zu sehen, aus dem sie nur herauskommen, wenn sie für ihre Sünden bereuen? Glauben Sie, dass es der ursprüngliche Wille Gottes, des allmächtigen und allwissenden Vaters und Schöpfers der Menschheit war, Seine Kinder in die Sünde zu stürzen und sie darin leiden zu lassen? Nein!

Die gefallene Welt war nicht die Welt, die Gott geplant hatte. Vielmehr bewirkte der Ungehorsam der ersten Menschen Gott gegenüber, dass Er Sein Ideal nicht dem ursprünglichen Plan gemäß realisieren konnte. Gott ist absolut und so ist auch Sein Wille absolut. Daher wird Gott Seinen Willen zu Ende führen.

Gottes Wille ist die vollständige Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands. Daher ist auch Gottes Vorsehung der Erlösung eine Vorsehung der Wiederherstellung und der Neu-Schöpfung. Die Religion ist das Instrument dieser Vorsehung. Alle Menschen sollten einen Zeitabschnitt eines religiösen Lebens der Wiedergutmachung durchlaufen und dann direkt in ihrem Leben die Eltern-Kind-Beziehung mit Gott realisieren, indem sie eine Welt aufbauen, die der Ausdruck ihres Glaubens im alltäglichen Leben ist.

(SMM, 06.02.2003a)


Familienwerte und Weltfrieden

Schutz und Förderung der Familie in der Gesellschaft


Die Familie ist in Gefahr


Die Persönlichkeit und der Charakter eines Menschen werden in der Familie geformt. Die Familie ist der Ausgangspunkt und die Basis für Liebe, Persönlichkeit und Leben. Nach dem Schöpfungsprinzip werden wir im Schoß der Familie aus der Liebe unserer Eltern geboren. Wir können Vollkommenheit in der Liebe erreichen, indem wir uns vom Kind zum liebenden Ehepartner, zu Eltern und schließlich Großeltern entwickeln. Dann gehen wir, begleitet von der Liebe unserer Nachfahren, hinüber in die Geistige Welt.

Die Familie ist daher der wertvollste Ort für Liebe und Leben. Sie ist wichtiger als alle Wertesysteme und Ideologien und sie steht auch über allen Verordnungen und Sozialsystemen. Von der Familie ausgehend entstehen Völker und Nationen. Sie ist der Ausgangspunkt für eine ideale Welt. Ohne Familie hat die Existenz des Individuums keine Bedeutung, ohne sie gibt es keinen Fluss der Liebe, der sich auf die kommenden Generationen ausdehnt.
Aus diesem Grund steht die Familie über allen Werten, Ideologien, Systemen und Strukturen. Die Familie ist die kostbarste und fundamentalste Grundlage für das Leben und die Liebe von Mann und Frau.

Aber die Familie ist in unserer heutigen Welt systematischen Angriffen von Unmoral und sozialem Zerfall ausgesetzt. Im modernen Denken ist die traditionelle Familie nur eine von vielen Möglichkeiten. Es wird sogar behauptet, dass auch Homosexuelle Familien gründen können, da sie mittels künstlicher Befruchtung oder Adoption eigene Kinder haben könnten.

Was werden die Folgen der Unterminierung und Zerstörung der fundamentalen biologischen, sozialen und geistigen Einheit der Familie sein, die das Leben und Überleben des Menschengeschlechts vom Anfang bis heute sichergestellt hat? Es ist eine Ironie, dass Wissenschaftler zwar vor dem Aussterben gefährdeter Tier- und Pflanzenarten warnen, aber die weit ernsteren Konsequenzen des Zerfalls der Familie vernachlässigen.
(SMM, 27.11.1997)

Verantwortung der Medien für den Schutz der Familie

Weltlicher Humanismus, engstirniger Individualismus und extreme Selbstsucht sind heute weit verbreitet. Als Folge davon machen die Menschen Geld und materielle Güter zu ihren „Göttern“. Dies führte zum Rückgang der Religion und zum Aufstieg des säkularen Humanismus und in weiterer Folge zum Auseinanderbrechen von Familien und einem Anstieg der Jugendkriminalität.

Überall werden die Auswüchse dieser Epidemie sichtbar, besonders unter unserer Jugend: die AIDS-Epidemie, zunehmender Alkohol- und Drogenmissbrauch, Schwangerschaften von Teenagern, Gewaltakte und sogar Amokläufe in Schulen. All das sind Symptome dafür, dass unsere Gesellschaft noch sehr weit von Gott entfernt ist.
Daher übertrug ich der „Washington Times“ am 10. Jahrestag ihres Bestehens die Aufgabe, die ethischen und moralischen Werte in unserer Gesellschaft zu fördern und so einen Beitrag zur Errichtung einer moralisch hochstehenden Gesellschaft zu leisten.

Da eine friedliche Welt nur auf der Basis friedlicher, idealer Familien möglich ist, wurde die „Times“ zu einem Medium, das den Menschen die Bedeutung der Familienwerte und einer hohen Moral näherbringen half. Schon bevor der Begriff „Familienwerte“ populär wurde, veröffentlichte die Times täglich Artikel über den Zerfall der Werte und zeigte Wege auf, wie die Gesellschaft zu hoher Moral und Familienwerten finden kann. Die Zeitung produzierte sogar eine wöchentliche Beilage, die „Family Times“, die sich mit diesem Themenkreis intensiv beschäftigte.

Heute sind Familienwerte in der amerikanischen Gesellschaft zu einem zentralen Thema und sogar zu einem Teil der politischen Landschaft geworden. Wir können auf den Beitrag der „Washington Times“, die mithalf, Familienwerte zu einem essentiellen Teil der amerikanischen Gesellschaft und der Welt zu machen, sehr stolz sein.

Wir leben in einer Zeit, die äußerlich gesehen von einer rasant zunehmenden Informationsflut gekennzeichnet ist. Die Entwicklung der digitalen Informationstechnologie hat einen riesigen Wissenspool entstehen lassen. In der Vergangenheit war es schwierig, Neuigkeiten von außerhalb der gängigen Quellen zu erhalten. Dann aber kam es zu einer revolutionären Entwicklung im Bereich der Massenmedien, so dass nun jedermann schnellen Zugriff auf riesige Datenmengen aus aller Welt hat.

Angesichts dieser Quantität darf die Verantwortung für die Qualität des Lebens der Menschen nicht zu kurz kommen. Während es die Aufgabe der Medien ist, all diese Fakten weiterzugeben, sollten sie auch ihrer Verantwortung nachkommen, Werte zu verbreiten und Verwirrungen zu vermeiden. Sie sollten Vision und Richtung geben, besonders in der heutigen Welt, die uns mit Nachrichten und Informationen zuschüttet.

Das neue Informationszeitalter erfordert eine klare Führung, die den Menschen Orientierung für eine wertebasierte Entwicklung gibt und das Wissen über Gott und die Geistige Welt fördert.
(SMM, 21.05.2002)

Die Mutter im Zentrum der Familie

Das Haus ist die Bühne, auf der die Frau die Hauptrolle spielt. Als Mutter ist sie der Mittelpunkt eines Liebesnests für alle Familienmitglieder. Die Familie mit der Mutter im Zentrum ist die Grundeinheit, aus der die Nation und die Welt besteht.
(SMM, 24.08.1992)

Die Rolle der Mütter muss anerkannt werden

Frauen ist die wichtige Rolle zugedacht, Kinder zu gebären, sie zu erziehen und die Familie als Repräsentantin Gottes zu lenken mit ihrem einzigartigen weiblichen Sinn für Zuneigung und Liebe, den Gott ihr schenkte. Die ursprüngliche Weiblichkeit ist etwas, mit dem Gott jede Frau ausgestattet hat. Indem sie die Frucht der Liebe hegt und nährt und sich in die Erziehung ihrer Kinder investiert, fördert und erweitert die Frau die Familientraditionen.

Daher ist die Rolle, die die Frau für die Entwicklung und Ausbildung ihrer Kinder zu gesunden und tüchtigen Menschen spielt, die bedeutendste Aufgabe ihrer Mutterschaft, auch wenn ihre mehr äußerlichen Aktivitäten gleichermaßen wichtig sind. In der Erfüllung dieser Rolle repräsentieren Mütter wahrhaft das Herz Gottes.

In Zukunft werden wir keine andere Wahl haben, als in einer ineinandergreifenden und voneinander abhängigen pluralistischen, globalen Gesellschaft zu leben. Auf dem gesamten Erdball wird eine Kultur des Friedens errichtet werden. Wenn dies geschieht, wird die kostbare Rolle der Frau, die in der Liebe Gottes gründet, als absolut essentieller Bestandteil nicht bloß der Familie, sondern auch der Gesellschaft, Nation und Welt erkannt und anerkannt werden.

Wir Frauen haben sowohl historisch gesehen als auch für zukünftige Generationen eine heilige Aufgabe. Wir tragen die Zukunft der Menschheit in unserem Schoß und wir gebären und nähren das Potential der Menschheit. Wird die Rolle der Mütter ignoriert, woher soll die Menschheit dann Hoffnung und Zuversicht für die Zukunft bekommen?


Teilnahme der Frau in allen Gesellschaftsbereichen

Ich glaube, dass wir Mitglieder der Frauenföderation für Weltfrieden und Vereinigung in unserer Arbeit ein besonderes Sendungsbewusstsein benötigen. Auf der Grundlage der Gesetze der Moral und der Prinzipien des Universums müssen wir unsere Familien heilen und stärken, indem wir den himmlischen Weg des Lebens befolgen. Wir müssen unserem Umfeld die richtige Richtung zeigen und unsere Nationen rechtschaffen und stark machen.

Daher ist die Beteiligung der Frauen in allen Gesellschaftsbereichen, von der Diplomatie und Politik bis zur Wirtschaft und Justiz, eine Notwendigkeit. Auch müssen die Frauen sich in den Bereichen Erziehung und Kultur, Sport und Kunst und natürlich auch in den verschiedenen Aktivitäten der NGOs und sozialen Dienste einbringen.
Ich möchte aber klar hervorheben, dass soziale Bildung zur Vermittlung eines guten Wertesystems die höchste Priorität in unseren Aktivitäten einnehmen sollte. Wir müssen den Grundsatz eines Lebens für das Gemeinwohl fördern und vorleben.

Des Weiteren müssen wir Frauen maßgeblich für die Vereinigung der Menschheit eintreten. Ein klarer Schwerpunkt unserer Föderation waren schon immer vereinigungsbildende Aktivitäten, beispielsweise die Unterstützung der Wiedervereinigung Koreas. Frauen müssen in den nationalen und globalen Vereinigungsbemühungen eine führende Rolle spielen, indem sie eine erzieherische Vorbildfunktion auf der Grundlage wahrer Werte und der Praxis wahrer Liebe ausüben.

Kriege und Konflikte flammen dann auf, wenn wir aus selbstsüchtigen Motiven heraus versuchen, Land oder Eigentum zu beanspruchen, das anderen gehört. Umgekehrt wird Frieden dann Wirklichkeit, wenn wir uns selbst für andere investieren, das heißt wenn wir wahre Liebe praktizieren.

Frauen, die dies verwirklichen, werden zum Mittelpunkt der Liebe, des Friedens und der Fürsorge für andere. Ihre Familien werden intakte und gesunde Familien – Schulen der Liebe und der Tugenden, die andere inspirieren. Der Ausgangspunkt für den Weltfrieden liegt in den Müttern, die im Zentrum solcher Familien stehen, Familien, die Gottes wahre Liebe verwirklichen und zur vollen Blüte bringen.
(HJH, 10.04.2002)

Die Familie ist die Wiege des menschlichen Lebens und der Eckstein für eine friedliche Welt.
(HJH, 01.08.1996)

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü